LIMAS Plus Modell 2018 neu im Sortiment

Limas Plus Tragehilfe

Vor kurzem ist mal wieder eine neue Tragehilfe in mein Beratungssortiment eingezogen – die LIMAS Plus Modell 2018, eine Halfbuckle, die sich durch optional einsetzbare Schulterpolster auszeichnet und sich auch noch für größere Traglinge eignet. Ich konnte nicht widerstehen und habe mich für die Version aus dem wunderschönen gewebten Tragetuch „Prima Aurora“ von Didymos entschieden, ein echtes Schmuckstück aus Bio-Baumwolle. Alternativ gibt es aber auch schlichtere Modelle.

Im Vergleich zur „normalen“ LIMAS, die ich seit über zwei Jahren im Sortiment habe und die sich auch schon mehr als bewährt hat, weist die LIMAS Plus einen ergonomisch geschwungenen Hüftgurt sowie breitere Schulterträger (nach der Polsterung) auf und wächst deutlich länger mit – dafür lässt sie sich nicht so optimal auf Neugeborene anpassen wie die klassische Variante.

Direkt nachdem sie hier angekommen war, wurde sie schon im Rahmen einer Trageberatung getestet und auch ausgewählt – sie überzeugte nicht nur durch Bequemlichkeit, sondern vor allem auch durch ihre Flexibilität. So lassen sich die breit auslaufenden Schulterträger bei Bedarf auffächern, um das Gewicht größerer Traglinge noch besser aufzufangen; und außerdem eignen sie sich wunderbar, um beim Tragen auf dem Rücken diverse Abschlüsse, sogenannte „Finishes“, zu binden, die nicht nur äußerst hübsch aussehen, sondern gleichzeitig für eine noch bessere Gewichtsverteilung sorgen können.

Gerade wenn beide Eltern tragen, unterscheiden sich oft die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben, was Passform und Aufbau der Tragehilfe angeht. Da kann eine Tragehilfe wie die LIMAS Plus eine wunderbare Lösung sein – sie lässt sich mit weichen, ungepolsterten Schulerträgern nutzen, die sich etwas über die Schulter auffächern lassen, um das Gewicht besser zu verteilen, wahlweise aber auch mit den einsetzbaren Schulterpolstern.

Ich bin gespannt, ob sie auch langfristig ebenso gut ankommen wird in den Beratungen und Workshops wie die klassische LIMAS.

Die anderen Tragehilfen in meinem Beratungssortiment sind hier zu finden. Weitere Informationen zur LIMAS Plus gibt es auf der Homepage des Herstellers.

Stoffwindel- und Trageworkshops

Trageworkshop

Ein kleines Update zu den kommenden Workshops: Der Stoffwindel-Workshop am 28.07. und der Trageworkshop am 18.08. im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke sind bereits ausgebucht.
Aufgrund der großen Nachfrage habe ich mich daher entschieden, jeweils am Nachmittag eine zweite Gruppe anzubieten – Anmeldungen dafür sind über die jeweiligen Formulare ab sofort möglich (für den Stoffwindel-Workshop hier, für den Trageworkshop hier).
Und natürlich setze ich Dich bei Interesse auch gern auf die Warteliste, es kann immer mal sein, dass jemand kurzfristig verhindert ist.

Alternativ gibt es auch noch freie Plätze für den Trageworkshop am 04.08. bei Rundum Hebammenpraxis und Geburtshaus Dortmund.

Bei den Trageworkshops werde ich wie immer eine große Auswahl an Tragetüchern und Tragehilfen dabei haben sowie ausreichend Tragepuppen, damit Du Dich ganz entspannt mit den verschiedenen Möglichkeiten zu tragen vertraut machen kannst. Dabei erkläre ich nicht nur, worauf es beim sicheren, bequemen und ergonomisch sinnvollen Tragen ankommt, sondern gebe Dir auch praktische Tipps für den Tragealltag. Und natürlich sprechen wir auch über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten – und über Deine Fragen.

Auch beim Stoffwindel-Workshop habe ich mein großes Beratungssortiment dabei – eine große, kunterbunte Auswahl an Stoffwindeln verschiedener Systeme und von verschiedenen Herstellern sowie praktisches Zubehör. Ich stelle die verschiedenen Möglichkeiten rund um das Wickeln mit Stoff vor und gehe natürlich auch auf die praktischen Aspekte des Wickelalltags ein: Wie lagere und wasche ich die Stoffwindeln? Und wie kann eine Wickeltasche für unterwegs aussehen? Es ist auf jeden Fall auch Raum und Zeit für Deine Fragen!

Und solltest Du vorab noch Fragen haben, kannst Du Dich gern jederzeit an mich wenden, entweder telefonisch unter 0176 49985383 oder via eMail.

Wollwindeln fetten

Wollwindeln

Wollwindeln bzw. Überhosen aus Wolle sind die Lösung, wenn man sein Kind mit Naturmaterialien wickeln möchte. Von der klassischen Wollschlupfhose bis hin zu den Wollsnapüberhosen, die dank des dekorativen Außenstoffs aus Jersey oder Baumwollwebware besonders hübsch anzuschauen sind – es gibt sie in vielen verschiedenen Formen.
WollüberhosenUnd sie haben alle eins gemeinsam – um ihrer Funktion als zuverlässiger Nässeschutz gerecht zu werden, müssen sie gefettet werden. (Dies gilt im Übrigen auch für die Wollinnenwindelnder Windelmanufaktur sowie für die Wolleinlagen diverser Hersteller, die gefettet als zusätzlicher Nässeschutz genutzt werden können.)

Und auch wenn Wolle oft mit einem gewissen Pflegeaufwand assoziiert wird, ist dies tatsächlich nur halb so wild – wenn man bereit ist, hin und wieder wenige Minuten in die Pflege und das Fetten der Wollwindeln zu investieren, wird man mit einem wunderbaren Produkt mit großartigen Eigenschaften belohnt.

Wusstest Du zum Beispiel, dass Wolle dank des natürlich enthaltenen Lanolins selbstreinigende Eigenschaften hat?
Und hast Du schon mal gehört, dass Wolle bis zu 30% ihres Eigengewichts zusätzlich an Nässe aufnehmen kann, ohne sich feucht auf der Haut anzufühlen?

Es lohnt sich also, diesem großartigen Naturmaterial eine Chance zu geben – es ist eine tolle Alternative zu Überhosen aus Kunstfaser (in der Regel mit Polyurethan laminiertes Polyester), und der zusätzliche Aufwand hält sich in Grenzen.

Hier findest Du eine detaillierte Anleitung zum Fetten:


Zunächst stellt sich natürlich die nicht ganz unwesentliche Frage, wann genau eine Wollüberhose denn überhaupt gewaschen und gefettet werden muss – im Zweifelsfall ist das deutlich seltener als gedacht.

Eine Wollüberhose muss gewaschen und gefettet werden,

  • wenn sie neu ist (in dem Fall kann es sein, dass die Windel zweimal gefettet werden muss, um wasserdicht zu sein).
  • wenn sie verschmutzt ist (also wirklich verschmutzt – Urinkontakt allein ist dank der selbstreinigenden Eigenschaften der Wolle erstmal kein Problem).
  • wenn sie anfängt zu riechen.
  • wenn sie undicht ist.
  • je nach Nutzungsintervall alle zwei bis vier Wochen.

Die folgende Anleitung erklärt Schritt für Schritt, wie ich Wollwindeln fette – es gibt aber auch durchaus mehr als diesen einen Weg. Generell empfiehlt es sich, die Herstellerangaben zu berücksichtigen, um Garantieansprüche nicht zu verlieren.


WollwindelnWas benötige ich, um Wollwindeln zu fetten?

  • Wollwaschmittel
  • Wollfett
  • Spülmittel (oder Babyshampoo)
  • heißes Wasser

Um die Wollwindel fetten zu können, sollte sie vorher gewaschen werden – möglichst mit ökologischem Wollwaschmittel (z. B. Sonnet oder Ulrich natürlich) und entweder von Hand oder im kalten Wollwaschgang.
Da nur selten genug Wollwäsche für eine ganze Waschmaschinenladung anfällt, ziehe ich meistens die Handwäsche vor, die geht schnell und lässt sich gut timen.


WollfettZum Wollfett (oder auch Wollwachs oder Lanolin):

Dieses hört auch auf die lateinische Bezeichnung „Adeps lanae anhydricus“ und ist wasserfrei und bitte auch frei von Pestiziden.
Man bekommt es bei den meisten Onlineshops, die Stoffwindeln vertreiben, alternativ aber zum Beispiel auch bei der Apotheke vor Ort. Dort ist es aber wichtig darauf zu achten, dass man wirklich das wasserfreie Wollfett bekommt und nicht das Lanolin, das auch als Salbengrundlage genutzt wird.

Das Wollfett wird aus Schafswolle gewonnen und ist eine hell- bis goldgelbe, wachsartige Substanz, die nicht nur dazu dient, die Wollwindeln zu imprägnieren, sondern auch hautpflegende Eigenschaften besitzt.


LanolinAls nächstes wird die Emulsion angerührt.

Dazu löse ich pro Windel einen halben Teelöffel Wollfett in ca. 200 ml kochendem Wasser auf (meist stelle ich kurz vorher einmal den Wasserkocher an, dann habe ich auch direkt das heiße Wasser für das Wollbad).

Da sich das Lanolin nun in Form von gelben Fettaugen auf dem Wasser absetzt, benötige ich nun noch einen Emulgator, damit sich beides verbindet.


EmulsionAls Emulgator eignet sich am besten Spülmittel, manche nutzen aber auch Babyshampoo. Ich empfehle ein ökologisches, hautfreundliches Spülmittel – zwei bis vier Tropfen davon reichen in der Regel aus, damit die gelben Fettaugen sich auflösen und eine milchig-weiße Emulsion entsteht.

Die fertige Emulsion sollte wirklich wie Milch aussehen und keine Fettaugen mehr aufweisen – wenn doch, gebe ich einfach noch mehr Spülmittel dazu.


WollfettbadDie fertige Emulsion gebe ich nun in ein passendes Gefäss (Schüssel oder Eimer, je nachdem, ob ich nur eine oder mehrere Wollwindeln fette) mit heißem Wasser und lege die noch nasse, frisch gewaschene Wollüberhose hinein – auf links gedreht, da ja insbesondere die Innenseite wasserdicht werden soll.
Gegebenenfalls kann man die Windel noch mit einem Teller oder ähnlichem beschweren, damit sie komplett bedeckt ist.

Nun darf die Windel mehrere Stunden in ihrem Fettbad schwimmen – mindestens, bis das Wasser erkaltet ist, gerne aber auch über Nacht.
Anschließend kann man die Windel vorsichtig etwas ausdrücken und bei niedriger Drehzahl in der Waschmaschine schleudern oder in ein Handtuch legen und darauf herumgehen und danach liegend trocknen lassen.


WollüberhoseSobald die Wollüberhose getrocknet ist, darf sie dann mit den passenden Einlagen bestückt oder über einer Mull- oder Höschenwindel den Po Deines Babys schmücken.


Tipps zum Abschluss:

  • Gerade bunte Wollwindeln können anfangs noch ordentlich ausbluten im Lanolinbad, daher bietet es sich an, die Schmuckstücke nach Farben getrennt zu waschen und zu fetten.
  • Frisch gefettete Überhosen können sich anfangs noch etwas klebrig anfüllen – das ist aber dank der hautpflegenden Eigenschaften kein Nachteil.
  • Die restliche Fettlösung lässt sich wunderbar in eine Sprühflasche umfüllen – kleine Verschmutzungen kann man dann auch mal von Hand vorsichtig ausreiben und die Stelle dann nachfetten.
  • Die Anleitung eignet sich auch, um die Woll-Innenwindeln der Windelmanufaktur zu fetten, sowie für Wolleinlagen diverser Hersteller, die man gefettet als zusätzlichen Nässeschutz zuunterst in die Überhose legen kann.

Du möchtest Dein Baby gern mit Stoffwindeln aus Naturmaterialien wickeln, bist aber angesichts der verschiedenen Möglichkeiten unsicher? Gern helfe ich Dir in einer persönlichen Stoffwindelberatung weiter.

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