Trage-ABC

Als Einsteiger bekommt man leicht den Eindruck, dass die Tragewelt über eine eigene Sprache verfügt. Daher findest Du hier eine Übersicht mit Erläuterungen der wichtigsten Begriffe und Abkürzungen rund ums Tragen.


Allgemein rund ums Tragen:

Anhock-Spreiz-Haltung / ASH: Dabei handelt es sich um die typische, natürliche Körperhaltung eines Neugeborenen bzw. Babys, die sich besonders beim Hochnehmen zeigt. Die Beinchen sind angehockt, so dass die Knie ungefähr auf Höhe des Bauchnabels sind, während die Oberschenkel leicht gespreizt sind. Diese Haltung sollte beim Tragen möglichst unterstützt werden.

ATTA: anonyme/absolute Tragetuch-Abhängige – also Trageeltern, die eine ganze Sammlung Tragetücher besitzen

Face Out (engl.): Trageweise, bei der das Kind mit dem Gesicht nach vorne, als vom Tragenden abgewandt, getragen wird; in der Regel nicht empfehlenswert

HATTA: LiebhaberIn und SammlerIn von handgewebten Tragetüchern (vergl. „ATTA“)

Kopfkontrolle: die Fähigkeit des Kindes, den Kopf aus eigener Kraft sicher und stabil zu halten

Kopfkusshöhe: Diese dient als Orientierung für die optimale Tragehöhe vor dem Bauch (und kann je nach Tragling und Tragendem variieren).

Tandem-Tragen: Trageweise, bei der zwei Kinder gleichzeitig getragen werden, beispielsweise eins vor dem Bauch und eins auf dem Rücken

TICKS (engl.): Regeln für sicheres Tragen (T=tight, I=in view at all times, C=close enough to kiss, K=keep chin off the chest, S=supported back)

Toddler (engl.): Kleinkind, oft in Zusammenhang mit Tragehilfen in „Toddlersize“ oder mehrmaligen Bindeweisen verwendeter Begriff

Tragecover: Ein Cover dient – je nach Art – als Nässe- oder Kälteschutz für den Tragling und ist eine flexible Alternative zur Tragejacke.

Tragejacke: Dabei handelt es sich um eine Jacke, die speziell für die Bedürfnisse von Trageeltern konzipiert ist. Sie ist so geschnitten, dass auch der Tragling noch Platz darunter findet, und kann oft auch schon während der Schwangerschaft genutzt werden. Die meisten Tragejacken haben einen abnehmbaren Einsatz, der sich mit Hilfe eines Reißverschlusses entweder vorne oder auch auf dem Rücken anbringen lässt.


Tragetücher:

Auffächern: Bei vielen Bindeweisen (und auch bei Wrap Conversions) können die Tuchstränge aufgefächert werden, um die Gewichtsverteilung zusätzlich zu optimieren.

Base Size (engl.): die Tuchlänge, die man für seine Standard-Bindeweise benötigt (in der Regel die Wickelkreuztrage)

Blend (engl.): die Materialzusammensetzung eines Tuchs

Bounce (engl.): gibt an, inwiefern das Tuch nachgibt, also die Elastizität

Diagonalelastisch / Diagonalelastizität: Dies bezeichnet eine typische Stoffeigenschaft, die insbesondere beim Tragen sehr von Vorteil ist. Dabei gibt das Tuch in Längs- und in Querrichtung kaum bis gar nicht nach, lässt sich in der Diagonalen aber etwas dehnen und passt sich so perfekt ans Baby an.

Diamantköper-Webung: Hierbei handelt es sich um eine Variante der Köperbindung, bei der durch das regelmäßige Wechseln der Webrichtung eine Rauten- bzw. Diamantoptik entsteht. So gewebte Tücher zeichnen sich sowohl durch Stabilität als auch durch ihre Diagonalelastizität aus (engl.: „diamond twill“).

Double Face (engl.): eine Variante der Kreuzköperbindung, bei der Vorder- und Rückseite unterschiedliche Farben aufweisen

Easy Care (engl.): pflegeleicht – bezeichnet Tragetücher aus robusten Materialien wie beispielsweise Baumwolle und Leinen, die kaum bis gar nicht pflegeintensiv sind

Elastisches Tragetuch: Dieses wird nicht gewebt, sondern aus Strickstoff hergestellt und hat oft einen Elasthan-Anteil. Elastische Tragetücher eignen sich vor allem für die ersten Monate und werden anders gebunden als gewebte, in der Regel mehrlagig, um trotz der Elastizität eine ausreichende Stützung zu erreichen.

Fadenzieher: Dabei handelt es sich um eine Schlaufe, die entsteht, wenn ein Faden ein Stück aus dem Tuch herausgezogen worden ist – manche Tücher sind je nach Werbung recht anfällig für Fadenzieher, wobei diese in der Regel keinen Mangel darstellen, die Sicherheit nicht beeinträchtigen und sich auch wieder einziehen lassen.

FG / Flächengewicht (g/m²): Dieses gibt das Gewicht im Verhältnis zur Fläche an und gibt Aufschluss darüber, wie dick und stabil ein Tuch ist (abhängig von weiteren Faktoren).

Fischgrat-Köper: Variante der Köperbindung mit geneigtem Verlauf, die jedoch durch den regelmäßigen Wechsel der Webrichtung die typische Fischgrat-Optik aufweist

Gewebtes Tragetuch: Es wird diagonalelastisch gewebt, ist auch einlagig gebunden stabil und eignet sich sowohl für Neugeborene als auch für größere Traglinge. Es wird in unterschiedlichen Längen (siehe „Größe“), Webarten (beispielsweise Diamantköper, Jacquard, Kreuzköper) und Materialzusammensetzungen (z. B. Baumwolle, Leinen, Hanf, Seide, Wolle…) angeboten.

Grip (engl.): bezieht sich auf die Bindeeigenschaften eines Tuches und gibt an, wie griffig es ist

Größe: Gewebte Tragetücher werden in unterschiedlichen Längen angeboten, so dass es für jede Konfektionsgröße und jede Bindeweise das passende Tuch gibt. Diese Größen können je nach Hersteller etwas abweichen, entsprechen aber weitestgehend den folgenden Längen: Gr. 2 = 2,70m / Gr. 3 = 3,20m / Gr. 4 = 3,60m / Gr. 5 = 4,20m / Gr. 6 = 4,60m / Gr. 7 = 5,20m / Gr. 8 = 5,70m.

Handwoven / HW (engl.): von Hand gewebtes Tragetuch

Jacquard-Webung: Hierbei handelt es sich um eine besonders aufwändige Webart, durch die sich auch das Weben komplexer Muster und Motive realisieren lässt. Dabei zeigt sich auf beiden Seiten das gleiche Design in jeweils umgekehrter Farbgebung.

Kette: die Längsfäden eines gewebten Tuches (engl.: warp)

Köperbindung: Diese Webart zeichnet sich durch einen schrägen Grat aus, dieser ist also seitlich geneigt, wie man es beispielsweise von Jeans kennt (engl. „twill weave“).

Kopfkante: Längskante des Tuches, die am Kopf bzw. im Nacken des Kindes verläuft

Kreuzköper-Webung: Bei dieser Variante der Köperbindung handelt es sich um eine sehr feine Webung, die auf beiden Seiten optisch identisch ist (eng. „broken twill“).

Leinwandbindung: Hierbei handelt es sich um eine einfache Webart, bei der der Schussfaden abwechselnd über und unter dem Kettfaden verläuft. So gewebte Tragetücher zeichnen sich durch eine tendenziell eher hohe Festigkeit und geringe Diagonalelastizität aus, und beide Seiten sind optisch identisch (engl. „plain weave“).

Machine Woven / MV (engl.):  maschinell gewebtes Tragetuch

Mittelpunkt: die Mitte der Längsseite des Tuches, die meist mit einem kleinen Fähnchen/Etikett markiert ist und als Ausgangspunkt vieler Bindeweisen dient

Pokante: die Längskante des Tuches, die beim Kind unterhalb des Pos verläuft (kann willkürlich festgelegt werden und dient lediglich der Orientierung beim Binden)

Permastash (engl.): bezeichnet Tücher, die permanentes Bleiberecht haben, also nicht wieder verkauft werden sollen

Rebozo: ein traditionelles mexikanisches Accessoire bzw. Kleidungsstück, das sich auch eignet, um Kinder damit zu tragen

Ring Sling / RS (engl.): Dabei handelt es sich um ein sehr kurzes Tragetuch (in der Regel 1,70 bis 2m lang), bei dem an einem Ende zwei Metallringe vernäht sind, mit deren Hilfe sich das Tuch zu einer Art Schlinge einfädeln lässt. Diese Trageweise eignet sich von Geburt an, da sich der Sling ähnlich individuell straffen und anpassen lässt wie ein langes Tuch, aber prinzipiell eher für kurze Strecken aufgrund des asymmetrischen Tuchverlaufs und der damit einhergehenden einseitigen Gewichtsbelastung. Mit dem Ring Sling kann man sowohl vor dem Bauch, auf der Hüfte als auch auf dem Rücken tragen. Zudem gibt es verschiedene Varianten, wie das Tuch an den Ringen vernäht wird, die die Gewichtsverteilung und den Tragekomfort beeinflussen – welche davon als optimal empfunden wird, ist subjektiv sehr verschieden.

  • Gerafft: Hierbei wird das Tuch an den Ringen gerafft vernäht. Dadurch lässt sich der Stoff gut über die Schulter auffächern und passt sich so den meisten Tragenden optimal an.
  • Gefaltet: Alternativ kann das Tuch auch gefaltet vernäht werden, so dass der Stoff bereits etwas vorsortiert ist und sich nicht ganz so weit auffächert (z. B. Scherenfaltung, Elisabeth-Faltung).
  • Hybrid: Dabei handelt es sich um eine Mischform, bei der das Tuch an den Kanten gefaltet, also mehrlagig, und in der Mitte gerafft vernäht wird.

Schuss: die quer zur Kette verlaufenden Fäden eines gewebten Tragetuches (engl.: weft)

Shorty (engl.): kurzes Tragetuch

Stash (engl.): Tuchstapel

TT: Tragetuch

Zickzack-Köper: Variante der Köperbindung ähnlich zum Fischgrat-Köper, bei der die Grate allerdings nicht versetzt zueinander gewebt werden, so dass sich ein durchgehendes Zickzack-Muster ergibt

zkS / zur kurzen Seite: gibt die Länge eines Ring Slings mit abgeschrägtem Tuchende an – dabei wird die kurze Seite gemessen


Tragehilfen

Abbinden: Bei vielen Tragehilfen kann es sich anbieten, die Schulterträger am Ansatz abzubinden, um so bei kleinen Babys eine bessere Stützung im Nacken zu erzielen und gleichzeitig das Gesichtsfeld des Kindes zu erweitern. Auch einen zu breiten Steg kann man auf diese Weise anpassen.

Apron (engl.): Das bedeutet „Schürze“ und bezeichnet eine Variante, mit der sich manche Tragehilfen noch besser an (kleine) Babys anpassen lassen. Dabei wird der Hüftgurt so angelegt, dass das Rückenpaneel wie eine Schürze von der Unterkante des Hüftgurts aus nach unten hängt.

Fullbuckle / FB (engl.): Tragehilfe, die komplett mit Hilfe von Schnallen angepasst, angelegt und geschlossen wird

Halfbuckle / HB (engl.): Tragehilfe, deren Hüftgurt mittels einer Schnalle geschlossen wird, während die Träger gebunden werden

Hybridtrage: bezeichnet im Regelfall eine Tragehilfe bzw. Fullbuckle mit abnehmbarem Hüftgurt, die also wahlweise auch als Onbu genutzt werden kann

Mei Tai / MT: aus Asien stammende, traditionelle Tragehilfe, bei der sowohl der Hüftgurt als auch die Schulterträger gebunden und geknotet werden

Non-Apron (engl.): Die meisten Tragehilfen werden standardmäßig so angelegt, dass das Rückenpaneel beim angelegten Hüftgurt an dessen oberen Kante ansetzt (im Gegensatz zur „Apron“-Variante).

Onbuhimo / Onbu: aus Japan stammende Tragehilfe, die ohne Hüftgurt auskommt und primär für den Einsatz auf dem Rücken konzipiert ist

Podaegi: aus Korea stammende Tragehilfe, die vom Aufbau her einer Mei Tai ähnelt, aber ohne Hüftgurt auskommt

Rückenpaneel: das Rückenteil einer Tragehilfe, an dem im Regelfall sowohl der Hüftgurt als auch die Schulterträger befestigt sind

SSC / Soft Structured Carrier (engl.): Fullbuckle

Steg: Das ist der Teil der Tragehilfe, der beim Kind von Kniekehle zu Kniekehle verläuft, also der untere Teil des Rückenpaneels direkt am Ansatz zum Hüftgurt. Idealerweise lässt sich der Steg in der Breite regulieren und so individuell an das Kind anpassen (beispielsweise mit Klett oder einem Kordelzug), um die Anhock-Spreiz-Haltung optimal zu unterstützen.

TH: Tragehilfe

Wrap Conversion / WrapCon / WC (engl.): Tragehilfe, die komplett aus einem Tragetuch genäht wurde


Bindeweisen:

Amanda’s Tandem Hip Carry: beliebte Bindeweise für Zwillinge, mit der sich beide Kinder mit einem langen Tragetuch vorne bzw. auf der Hüfte tragen lassen

Bindeweisen für Schwangere: Diese dienen in der Schwangerschaft dazu, um die Haltung zu korrigieren, Beschwerden zu lindern und den Beckenboden zu entlasten.

BWCC / Back Wrap Cross Carry (engl.): Wickelkreuzrucksack

CCCB / Candy Cane Chest Belt (engl.):  Brustgurt, bei dem die Tuchstränge miteinander verkordelt werden

Chestbelt (engl.): Brustgurt – ein spezieller Abschluss, bei dem die Schulterstränge vor der Brust miteinander verbunden werden, so dass das Gewicht anders verteilt und die Schulter entlastet wird

Chestpass (engl.): ein Tuchstrang verläuft quer über die Brust (in der Regel aufgefächert)

Doppelkreuztrage / DKT: eine Bindeweise mit dem gewebten Tuch, die teilweise vorgebunden wird und primär für Babys geeignet ist, die schon eine gewissen Stabilität und vor allem Kopfkontrolle haben

Double Hammock / DH (engl.): eine mehrlagige Rückenbindeweise, bei der ein Tuchstrang quer über der Brust verläuft, und die primär für ältere Babys geeignet ist

Finish (engl.): Abschluss beim Binden des Tuches, beispielsweise als gekordelter Brustgurt, als Schiebeknoten oder mit Hilfe von Slingringen

Flachknoten: ein besonders flacher Doppelknoten, der sich insbesondere für Bindeweisen eignet, die auf dem Rücken geknotet werden

Front Cross Carry / FCC (engl.): Doppelkreuztrage

Front Wrap Cross Carry / FWCC (engl.): Wickelkreuztrage

Half Jordan’s Back Carry / HJBC (engl.): Rückenbindeweise

Hipscoot (engl.): eine Möglichkeit, das Kind auf den Rücken zu bekommen, indem man es über die Hüfte nach hinten schiebt

Hüftkänguru: Hüftbindeweise mit dem gewebten Tragetuch, bei der das Tuch wie beim Känguru auf der Schulter gekippt wird, für eine noch bessere Gewichtsverteilung

Hüftschlinge: klassische Hüftbindeweise mit dem gewebten Tragetuch

Känguru: von Geburt an geeignete Bindeweise vor dem Bauch

Kippung: Wenn man einen Tuchstrang kippt, lässt sich damit der gesamte Tuchverlauf beeinflussen. In der Regel bezeichnet man damit die gekippte Trageweise mit dem Ring Sling, die von vielen Tragenden als bequemer empfunden wird und dafür sorgt, dass das Tuch insbesondere bei Neugeborenen symmetrischer verläuft. Aber auch beim Känguru beispielsweise werden die Schulterstränge gekippt.

Knotless (engl.): Möglichkeit, eine Bindeweise ohne Knoten abzuschließen, beispielsweise indem die Tuchstränge durch Festklemmen oder mit Hilfe von Slingringen fixiert werden

Leg Pass (engl.): ein diagonal über den Rücken verlaufender Tuchstrang, der dann unter dem Bein des Kindes hergeführt wird

No Sew Ring Sling (engl.): Möglichkeit, ein kurzes Tragetuch zum Ring Sling umzufunktionieren, indem man das Tuch durch die Ringe fädelt und so fixiert, anstatt sie fest zu vernähen

RRRR / Reinforced Rear Rebozo Rucksack (engl.): eine mehrlagig gebundene und somit besonders stabile Variante des Rucksacks

RS / einfacher Rucksack: einlagige Rückenbindeweise, die prinzipiell von Geburt an geeignet ist (für erfahrene Trageeltern) und meist als Einstieg zum Tragen auf dem Rücken dient

Santa Toss (engl.): eine Technik, das Kind auf den Rücken zu bekommen, indem man es zunächst mit dem Tuch vorbeutelt und dann über die Schulter nach hinten auf den Rücken gleiten lässt

Schiebeknoten: Dieser lässt sich auch nach dem Binden noch anpassen, beispielsweise lässt sich ein Tuchstrang auch durch den Schiebeknoten noch nachträglich straffen (engl. „slipknot“).

Secure High Back Carry / SHBC (engl.): Rückenbindeweise

Shepherd’s Carry (engl.): mehrlagige Rückenbindeweise

Sicherungskreuz: Dabei handelt es sich um eine Bindevariante, bei der die Tuchstränge zunächst über ein Bein und dann unter dem anderen Bein her gebunden werden – dient als Absicherung bei Kindern, die zum Zappeln und Durchstrecken neigen, beispielsweise bei der Wickelkreuztrage und dem Rucksack.

TAS / Tied at Shoulder (engl.): das Tuch wird vorne an der Schulter geknotet

Tibetanischer Abschluss: aufgrund der Optik und der guten Gewichtsverteilung beliebte Variante, eine Rückenbindeweise abzuschließen, indem die Tuchstränge über der Brust aufgefächert und dann unter den gegenüberliegenden Schultersträngen durchgefädelt werden

TUB / Tied Under Bum (engl.): das Tuch wird unter dem Po des Kindes geknotet

Wiggleproof (engl.): auch für zappelnde Traglinge geeignet

WXT/WKT: Wickelkreuztrage


Handel:

Action Shot (engl.): Tragefoto, auf dem man das Tuch bzw. die Tragehilfe „in Aktion“ sehen kann

BNIB / Brand New in Box (engl.): neu und ungenutzt, noch in der Originalverpackung

BST / Buy Sell Trade (engl.): Kaufen – Verkaufen – Tauschen, Sammelbegriff für den Handel in den einschlägigen Facebook-Gruppen

CISO / Casually in Search of (engl.): entspannt auf der Suche sein

DIBS / Do Inform Before Selling (engl.): eine Art Vorkaufsrecht, bei der der Interessent informiert werden möchte, bevor das Tuch oder die Tragehilfe öffentlich zum Verkauf angeboten wird

DISO / Desperately in Search of (engl.): verzweifelt auf der Suche sein

Draw (engl.): eine Art Verlosung, bei der es in der Regel das Kaufrecht für ein bestimmtes Tuch oder ähnliches zu gewinnen gibt

EUC / Excellent Used Condition (engl.): ein Tragetuch oder eine Tragehilfe in gebrauchtem, aber sehr gutem Zustand

Feedback / FB (engl.): eine Art Bewertungssystem, bei der Handelspartner untereinander Feedback austauschen (der sogenannte Feedback-Link wird oft als Referenz angegeben um zu zeigen, dass man vertrauenswürdig ist)

FSO / For Sale Only (engl.): der Verkäufer ist nicht an einem Tausch interessiert und möchte ausschließlich verkaufen

FSOT / For Sale or Trade (engl.): der Anbieter ist sowohl für Kauf- als auch Tauschangebote offen

FTO / For Trade Only (engl.): der Anbieter möchte nicht verkaufen, sondern ausschließlich tauschen

High Chicken Factor (engl.): hohe Rückzugsgefahr (wenn der Anbieter sich womöglich doch nicht zum Verkauf durchringen kann)

ISO / In Search of (engl.): auf der Suche nach – in der Regel wird ein bestimmtes Tuch (oder eine Tragehilfe) gesucht, das nicht mehr direkt vom Hersteller, sondern nur noch gebraucht zu bekommen ist

MMAO / Make Me an Offer (engl.): „Mach mir ein Angebot“ – der Verkäufer ist offen für Preisvorschläge

MMARO / Make Me a Reasonable Offer (engl.): „Mach mir ein vernünftiges Angebot“ – der Verkäufer ist offen für faire Preisvorschläge

Market Value / MV (engl.): der aktuelle Marktwert, der beispielsweise bei sehr gefragten Tüchern auch mal deutlich über dem ursprünglichen Verkaufspreis des Herstellers liegen kann

Mock-Up (engl.): Simulation – in der Regel ein digitaler Entwurf im Rahmen einer Preorder oder bei der Planung eines handgewebten Tuches

NFS / Not for Sale (engl.): der Artikel steht nicht zum Verkauf

On Hold (engl.): reserviert

OOAK / One of a KIND (engl.): Einzelstück (beispielsweise ein Tuch, das so nur ein einziges Mal gewebt wurde)

OT / Off Topic (engl.): Beitrag, der nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat

OTW / On the Way (engl.): auf dem Weg

Pending Payment (engl.): Artikel ist bereits reserviert, und der Verkäufer wartet nur noch auf den Zahlungseingang

PM / Private Message (engl.): private Nachricht (PN) zum Beispiel auf Facebook

PPD / Postage Paid Domestic (engl.): Versandkosten innerhalb des Herkunftslandes sind im Preis enthalten

Preorder (engl.): Vorbestellung – manche Hersteller bieten Gruppen ab einer bestimmten Größe an, Tücher selbst zu designen und weben zu lassen, also beispielsweise die Farbgebung und die Materialzusammensetzung per Abstimmung festzulegen

Retail (engl.): der ursprüngliche Verkaufspreis des Herstellers

SFP / Stalking Free Pass (engl.): die Option, ein Tuch schon vor dem eigentlichen Verkaufsstart erwerben zu können (wird oft als Gewinn bei einer Verlosung oder als Wiedergutmachung vergeben)

STIH / Soft Tape in Hand (engl.): Methode, die Länge eines gewebten Tragetuches mit Hilfe eines Maßbandes zu bestimmen, gilt als sehr genau und zuverlässig

TOAK / Two of a Kind (engl.): wenn es nur zwei Exemplare gibt (beispielsweise ein Tuch, das so nur genau zweimal gewebt wurde)

TV / Trade Value (engl.): der Tauschwert (wird vom Anbieter festgelegt und kann sowohl vom ursprünglichen Verkaufspreis als auch vom Marktwert abweichen)

UMKO: Urlaub mit Kaufoption – der Interessent darf das Tuch oder die Tragehilfen zunächst beurlauben, bevor er sich gegebenenfalls für den Kauf entscheidet

WW: Weltweit / world wide, meist als Angabe des Verkäufers, dass er weltweit verschickt